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Zeitverzug

Jetzt ist schon wieder Mittwoch, obwohl grade noch das Wochenende noch nicht schon fast vorbei war. Wenn die Zeit weiter so schnell vergeht bin ich schon in Rente, bevor ich noch weiß, wie ich mich beruflich weiter entwickeln will. Letzten Donnnerstag+Freitag hatte ich einen Workshop Zwecks Optimierung der Kommunikation. Meine dort geschärften Fertigkeiten konnte ich dann gleich am WE ausprobieren.
Also erst mal mittels Trockenübung, quasi Kommunikation nach Innen. Saß da so in meiner Wohnung, auf einem meiner wunderschönen Klappstühle, in Chinesischerreissackhaltung und hab mich zum ersten Mal gefragt, ob es wirklich eine gute Idee war eine Dachgeschosswohnung zu mieten.
Ich hab mir also so richtig aktiv und interessiert zugehört als ich mich da so fragte:"War das eine gute Entscheidung?"

Darüber musste ich dann erstmal nachdenken. Ich wischte mir mit einer schnellen Bewegung den Schweiß von der Stirn, die Tropfen stoben durch die Luft bis sie mit einem leisen Zischen an meinem Computerlüfter verdampften. Der skandinavische Teil meines Blutes beteiligte sich am inneren Diskurs und brachte den berechtigten Einwurf, dass 15h selbst für einen erfahrenen Saunagänger ein guter Zeitpunkt wären wieder in die gemäßigten Klimazonen zurück zu kriechen und dort mit einem kleinen Bier den billigsten Vollrausch des Jahrzehnts zu zelebrieren.
Der rationale Teil meines Hirns wurde mit guten Ratschlägen lästig: Ich sollte doch am Abend einfach mal einen richtigen Durchzug machen. Der jammernde Teil meiner Selbst überstimmte ihn mit einer deutlichen Mehrheit. Ein aufreißen der Fenster bei gleichzeitiger Beleuchtung hätte einen unweigerlichen Anstieg der Wohnungspopulation zur Folge: Mücken, Nachtfalter und sonstiges Getier würden es sich in meiner Wohnung bequem und die Wohnung für mich unbequem machen. Ich machte mir eine geistige Notiz mir eine schriftliche Notiz zur Anschaffung mehrerer Fliegengitter zu notieren. Die schriftliche Notiz würde dann irgendwo verloren gehen, irgendwann wieder auftauchen und übersehen werden bis ich in einem seltenen Anfall von Arbeitseifer einen Kalendereintrag auf dem Notebook dazu anfertigen würde. Die Meldung zur Anschaffung würde die ersten Tage von mir unter Anstrengung ignoriert werden, bis sie dann im Verlauf der folgenden Wochen ohne größere Willenskraft als naturgegeben von mir ausgeblendet werden könnte. Und nach mehreren Monaten, bevorzugt kurz vor dem Auszug aus der Wohnung, würde ich zufällig im Winterabverkauf ein paar unpassende Fliegengitter entdecken und mir daraus ein ewiges Provisorium für meine Fenster basteln.

Wenn nur alle Probleme so leicht zu lösen wären.

4.6.08 23:35
 


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