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Das schönste Märchen

 

Es war einmal ein junger Prinz, der hatte alles was er wollte
Es gab in seinem ganzen Leben, nichts was er bereute
Und jeder Augenblick darin, war das was er sein sollte
Und wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er wohl noch Heute


Ist das ein gutes Märchen? Also wenn es nicht von mir wäre, würd es mir wohl nicht so gut gefallen. Ich könnt's ja mal an meinen jungen Verwandten ausprobieren. Schätze sie wären nicht so begeistert.
Warum eigentlich? Keine schöne Geschichte? Es gibt da jetzt verschiedene Ansatzpunkte.
Man könnte sagen, das Glück vom Prinzen ist nicht viel wert. Weil er nichts dafür tun musste. Nur wer Unglück kennt und erleidet kann wahres Glück erfahren. Wenn er nichts bereut dann deute das nur darauf hin, dass er ein schlechtes Urteilsvermögen hat. Oder sich selbst belügt. Und wenn er sich selbst belügt, dann ist er vielleicht gar nicht glücklich. Er glaubt nur glücklich zu sein.

Man kann das ganze auch realistisch betrachten:
Die Geschichte ist einfach schlecht. Es fehlt der Spannungsbogen, die Identifikationsfigur für den Leser, Kampf und Herausforderung für die Hauptperson, die Stimmung, die Atmosphäre. Die Erwartungen bleiben unerfüllt: Es ist zu kurz für ein Märchen, für ein Kurzgedicht fehlt der passende Titel und die Pointe.


Man könnte auch sagen: Die Geschichte ist schlecht... für den Leser mangels Spannung, für den Autor mangels Anerkennung, für den Vermarkter mangels Verkaufspotential. Aber die Geschichte ist gut für den Prinzen. Da kann man sich jetzt sogar eine Moral draus basteln:
Was andere gut finden macht dich noch lange nicht glücklich

18.6.08 00:31
 


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